Montag, 25. August 2014

Estragon ???


Was macht man mit Artemisia dracunculus?  In meinem Garten wächst er und ist schon einen Meter hoch, er ist ein Verwandter des Wermuts, allerdings ist er nicht bitter, sondern erinnert im Geschmack an Anis. 
Ich erzähle euch einfach mal etwas über dieses „Küchenkraut“.

Im alten China vor 2500 Jahren wurde es schon als Gewürz erwähnt.  Die Araber nannten ihn ´tarhun´ und die Italiener kochten auch schon vor tausend Jahre mit ihm. Im Mittelalter wurde er ´Drakonkraut´ genannt und die Franzosen waren es die uns den noch heute gültigen Namen ´Estragon´ bescherten. Die feine, französische Küche ist bekannt dafür, das dort mit Estragon gekocht wird. 
Was machen wir also mit diesem Kraut?
Estragonessig, das hat jeder schon mal gehört und ist ganz leicht nachzumachen. In eine weithalsige Flasche oder ein Schraubglas Estragonzweige hineingeben und mit gutem Essig auffüllen, nach 4-6 Wochen die Zweige wieder entfernen und in eine hübsche Flasche umfüllen.

Kräuterbutter oder Majonaise mit Estragon verfeinert fällt mir ein oder in einer hellen Soße zu Fisch oder Geflügel. Im vergangenen Jahr habe ich mir eine Paste gemacht mit Salz und Öl, die ist gut haltbar und ist so auch im Winter schnell zur Hand, denn der Estragon welkt sehr schnell nach der Ernte und getrocknet büsst er doch an Geschmack ein. Wer ihn also nicht im Garten hat sollte ihn wenigstens im Topf auf der Fensterbank stehen haben, um ihn frisch zu verwenden. 
Na ja, zur Not kann man ihn ja auch einfrieren. 

Estragon kann noch mehr! Zu einem Tee aufgegossen und dann trinken, so hilft er die Verdauungsorgane zu stärkend Blähungen zu lindern. 
Dieser Tee hilft dem Stoffwechsel auf die Sprünge und regt die Nieren an, sogar Wasseransammlungen können ausgeschwemmt werden.
Früher wurde er gegen Wurmbefall getrunken.
Den Monatszyklus kann dieser Tee auch regeln, nur Vorsicht er kann auch verspätete Blutungen auslösen-  also niemals in der Schwangerschaft anwenden!!!
Allerdings soll er wiederum  hilfreich bei Wechseljahrs-Beschwerden sein.
Als Umschlag soll er Gelenkbeschwerden lindern und sogar Zahnschmerzen.

Den Vitamin C Gehalt  ( 50mg pro 100g) und den Eisen Gehalt ( 32mg pro 100g) sollten wir auch nicht ausser Acht lassen, das kann uns im Frühjahr gut auf die Sprünge helfen.  Magnesium hat er sogar 350mg pro 100g zu bieten, das ist ein ordentlicher Wert. Nur leider ist man beim kochen ja nicht gleich 100 g, na  dann doch besser als Tee, oder?

  Liebe Grüsse 

    ❀      Anja



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