Donnerstag, 18. September 2014

Ringelblume


Die Calendula officinalis begleitet mich schon fast mein ganzes Leben lag.
Als ich ein Kind war wurde sie jeden Sommer gepflückt, um sie in Schmalz auszuziehen und dann wieder abgeseiht wurde alles fest. Diese ganz einfache Salbe wurde bei uns zu Hause benutzt wenn man abgeschürfte Stellen hatte, die heilten damit ganz wunderbar schnell wieder zu.

Heute wird manch einer sagen - ih mit Schmalz!  Ich kann euch verstehen, obwohl gerade damit der gute Heilerfolg zu erklären ist. Die Ringelblumen können genauso gut  in Olivenöl ausgezogen werden und mit Bienenwachs zu Salbe gerührt werden. 
Ich würde die Salbe mit dem Schmalz allerdings immer vorziehen, nicht nur weil das schon ewige Zeiten so gemacht wird, sondern weil sie mir so immer geholfen hat.
Hilfreich ist sie auch bei blauen Flecken und sogar bei Krampfadern.
Die Calendulasalbe pflegt und heilt also unsere Haut, nur tut mir bitte den Gefallen und lasst die Salben  mit Melkfett oder Vaseline im Regal stehen, denn beides wird aus Erdöl gewonnen. Kauft euch ein Töpfchen Schmalz ( ohne Zwiebeln :-)  ) und Ringelblumenblüten in der Apotheke . Beides packt ihr in einen Topf lasst es schmelzen und über nacht stehen, am nächsten Tag nochmals schmelzen, dann durch ein Sieb abfiltern und in verschließbare Gläschen abfüllen - fertig. Wenn es abgekühlt ist wird es hart und ist dann verwendbar, die Salbe hält kühl und dunkel aufbewahrt ein Jahr lang, also bis es wieder neue Ringelblumen gibt.
Gut eingerichtet von der Natur, oder?

Als ich dann eigene Kinder hatte war es die Urtinktur, die auch Verwendung fand . Sie wurde etwas verdünnt und Schürfwunden wurden damit gesäubert, gleichzeitig bewirkte sie das, das sich Schorf bildete und man sparte sich da Pflaster.

Die einzelnen Blütenzungen können getrocknet  Teemischungen beigegeben werden, das sieht in einer Glaskanne immer recht hübsch aus.
Nicht nur des Aussehens wegen sollte man die Ringelblume innerlich einnehmen, sie stärkt Magen, Leber und Galle. Man sagt auch, dass sie in der Lage ist unregelmässigen Zyklus auszugleichen und in den Wechseljahren soll sie ausgleichend wirken. Obwohl ich da dann doch lieber zu anderen Pflanzen greifen würde.

Ach ja, man findet sie zwar in vielen Gärten, nur wild wächst sie hier leider nirgendwo.



   Liebe Grüsse 

    ❀      Anja

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